Gesundheitsförderung und Prävention

Allgemeines zu Gesundheitsförderung und Prävention

Prävention hat das Zeit, Krankheiten zu vermeiden. Die Prävention fängt bereits dabei an, Risikofaktoren zu analysieren und zu vermeide. Zum Beispiel kann durch das Aufhören zum Rauchen, ein möglicher Lungenkrebs vermieden werden. Weiter Beispiele für Prävention sind Früherkennungsuntersuchungen, wie zum Beispiel eine Darmspiegelung oder der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt. prävention setzt aber auch nach Erkrankungen an, um weitere Verschlechterungen oder Folgeerkrankungen zu verhindern. Zum Beispiel wird Patienten mit Bluthochdruck geraten, sich sportlich zu betätigen und sich gesund zu ernähren, sodass keine Folgeschäden für das Herz entstehen. Auch eine Rehabilitation dient dazu, Folgeerkrankungen oder Verschlechterungen zu verhindern und Patient:innen den Umgang mit der Erkrankungen zu erleichtern.

Gesundheitsförderung / Prävention

Verhaltensprävention möchte Menschen durch Informationsvermittlung und diverse Angebote (z.B. zur Bewegung, Ernährung etc.) zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten animieren. Die Verhältnisprävention beschäftigt sich mit "Lebenswelten", in denen Menschen viel Zeit verbringen. So sollen z.B. Arbeitsplätze, Schulen, Kitas etc. gesundheitsförderlich gestaltet werden.

Aus der Perspektive der Gesundheitsförderung ist Gesundheit mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Sie ist kein absoluter (und in diesem Sinne messbarer) Zustand, sondern wird als eine sich stetig verändernde Position auf einem „Gesundheits-Krankheits-Kontinuum“ verstanden:

Gesundheitsförderung und Prävention

Diese Vorstellung wurzelt im Gesundheitskonzept des amerikanisch-israelischen Soziologen Aaron Antonovsky. Er prägte den Begriff der „Salutogenese“ als Gegenbegriff zu dem der „Pathogenese“. Die Pathogenese setzt Gesundheit als den Normalfall voraus. Krankheit wird als Abweichung verstanden, was mit der Frage einhergeht, warum und woran Menschen erkranken. Demgegenüber fragt die Salutogenese, wie es Menschen trotz vieler Alltagsbelastungen (wie z.B. belastende Lebensereignisse, gesundheitsschädigende Lebensumstände etc.) schaffen, gesund zu bleiben. Die Antwort sind „Widerstandsressourcen“. Von ihnen hängt ab, ob sich ein Mensch mehr in Richtung des Pols Gesundheit oder in Richtung des Pols Krankheit bewegt. Zu diesen Widerstandsressourcen zählen neben einer guten körperlichen Konstitution und einem stabilen Immunsystem auch Selbstvertrauen, Optimismus, soziale Unterstützung oder eine gute materielle Absicherung. Umso mehr Widerstandsressourcen einem Menschen zur Verfügung stehen, desto stabiler ist sein „Kohärenzgefühl“ (tiefes Vertrauen, gut mit den Herausforderungen des Lebens umgehen zu können) und desto weniger können „Stressoren“ ihr gesundheitsschädigendes Potential entfalten.

Gesundheitsförderung und Prävention
Quelle: Dahlgren & Whitehead (1991)

Die wichtigsten Faktoren („Determinanten“), von denen Gesundheit abhängt, sind neben dem individuellen Lebensstil vor allem die soziokulturellen Lebensbedingungen. Sie bestimmen maßgeblich das Gesundheitsverhalten und sind ursächlich für die ungleiche Verteilung von Gesundheitschancen und Krankheitsrisiken. Diese gesundheitliche Ungleichheit ist auch hier in Deutschland und in anderen wohlhabenden Ländern zu beobachten.
Dahlgren und Whitehead haben sich bereits 1991 Gedanken darüber gemacht, welche Einflüsse und Faktoren auf die Gesundheit der Menschen einwirken. Sie haben nebenstehendes Modell enwickelt, das bis heute verwendet wird. 

 

Möchten Sie selbst etwas für Ihre Gesundheit tun?
Kursangebote zur Gesundheitsförderung und Prävention finden Sie u.a. bei der VHS Landsberg und der VHS Kaufering.


Die wichtigsten Begriffe und Erklärungen zum Thema Gesundheitsförderung und Prävention können Sie hier nachlesen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Leitbegriffe
Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.

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